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Glänzende Aussichten

Beton macht Boden gut - mit glattem Diamantschiff Die Bauwirtschaft, machen wir uns nichts vor, hat in Deutschland schon weitaus bessere Zeiten gesehen. An erster Stelle davon betroffen ist die Transportbetonindustrie: Gesunkener Nachfrage stehen große Kapazitäten gegenüber, und es gilt, nach Lösungen zu suchen. Das muss nicht über den Preis geschehen. Mit innovativen Ideen rund um den so vielfältig nutzbaren Baustoff ist es immer wieder findigen Unternehmen gelungen, ihre eigene Konjunktur zu machen.

Glänzende Aussichten für ein Zusatzgeschäft oder vielleicht sogar ein neues Unternehmensstandbein bietet das Betonschleifen — denn ein schöner Boden braucht nur Beton und einen glatten Schliff. Die rückläufige Entwicklung der vergangenen Jahre setzt sich offenbar unvermindert fort: Die Produktion von Transportbeton ist allenthalben gesunken. Durch die 50-prozentige Kürzung der Eigenheimzulage für neue Gebäude haben sich die Rahmenbedingungen weiter verschlechtert, und der Straßen bau stockt mit der fehlenden Maut. Die Zahl der Beschäftigten in der Transportbetonindustrie wird aller Wahrscheinlichkeit noch einmal um drei bis vier Prozent zurückgehen. Mehr Geschäft generieren In dieser Situation sind Lösungen gesucht, wie Be ton in den schrumpfenden Märkten Anteile gut machen kann.

Eine der Lösungen heißt Produktdifferenzierung: Wo lässt sich Beton noch verwenden? Wie kann der Transportbetonunternehmer seine vorhandene Wertschöpfungskette nutzen, um mehr Geschäft zu generieren, mehr Beton abzusetzen? Als eine Möglichkeit bietet sich hier das Betonschleifen an. das auf die Marktanteile der Bodenbelagsstoffe, zum Beispiel Stein, Keramik oder Teppichboden. schielt: Das Prinzip dieser Technologie ist nicht neu, man kennt es von den oftmals dekorativ gestalteten Terrazzoböden. Dabei wird auf Unterbeton eine dünne Schicht aus Bindemitteln, farbigen Körnungen und zusätzlichen Pigmenten aufgetragen und anschließend verdichtet und mit Schleifwerkzeugen von 220-er bis 400-er Korn geschliffen. Das ist ein langwieriger und aufwändiger Prozess, der Terrazzoböden zu einem eher kostspieligen Vergnügen machen kann. Planeten mit Diamant Moderne Bodenschleifsysteme arbeiten hingegen mit patentierter Diamant-Technologie, die auch normalen Beton in attraktive, glänzende Böden verwandelt.

Sei der Beton auch noch so hart — das Schleifen geht schnell und wirtschaftlich vonstatten. Damit eignet sieh das Verfahren vor allem für industrielle Böden und Großflächen wie in Supermärkten oder Kaufhäusern, also überall dort, wo Beton und Zement Estrich sowieso schon ihre Domäne haben. Herz stück moderner Betonschleif-Technik sind Schleif und Poliermaschinen mit Diamant bestückten Werk zeugen. Sie tragen die Unebenheiten der Betonoberflächen in nur wenigen Arbeitsschritten ab. Einmal gehärtet, imprägniert und poliert, behalten diese Oberflächen dann ihre Brillanz über Jahre hinweg. Ausgereifte Boden-Schleifmaschinen verfügen über einen Planetenantrieb mit jeweils einer großen Schleifscheibe in der Mitte, die sich immer in eine Richtung dreht, und mehreren kleineren Satelliten-Schleifscheiben, die in entgegengesetzter Richtung rotieren. Auf diesen kleineren Scheiben befinden sich die diamantbestückten Schleif- bzw. Polierköpfe.

Zur Herstellung des Bodens wird der Beton verdichtet und abgerollt. Zur weiteren Bearbeitung muss er vollständig trocknen sein, wobei es besonders wichtig ist, Rissbildung zu vermeiden. Haltbarer Hochglanz Beim Schleifen werden durch die Rotationsbewegung der Schleifköpfe die Höhenunterschiede im Boden zunächst weitestgehend egalisiert, so dass eine schon fast glatte Oberfläche entsteht. Das anschließende Polieren reduziert die verbleibenden Unebenheiten soweit, dass die behandelte Fläche das Licht nicht mehr diffus bricht, sondern hochglänzend widerspiegelt. Nach dem zweiten Schliff ist es ratsam, die Bodenoberfläche mit Wasserglas auszuhärten.

Das schließt die offenen Poren und bewahrt den Glanz auch hei großen Beanspruchungen für lange Zeit. Eine Nachbehandlung ist nicht erforderlich. Sollte nach Jahren die Fläche abstumpfen, reicht eine kurze Wiederholung der Prozedur und der Boden strahlt wieder wie zuvor. Durch die beschriebene Verfahrensweise lässt sich nicht nur gewöhnlicher Beton zur attraktiven Bodenfläche umgestalten, vielmehr bietet es sich an, mit verschiedenen Additiven optisch reizvolle Effekte zu erzielen. Bei der Auswahl möglicher Zuschlagstoffe sind der Phantasie (im Rahmen der DIN-Vorgaben) kaum Grenzen gesetzt.

Eine große Scheibe, die sich in die eine Richtung dreht und mehrere Planeten bestückt mit Diamant, die entgegengesetzt rotieren, machen aus gewöhnlichem Beton glänzende Böden für vielseitige Verwendungszwecke.

In Deutschland können die unter schiedlichsten Farben aus heimischen Natursteinvorkommen gewonnen werden, zum Beispiel Granit, Porphyr oder auch Kalkstein. Darüber hinaus lassen sich die verschiedenen Zementgrundfarben durch Zugabe von Pigmentstoffen variieren. Da sie je nach Farbton zehn- bis zwanzigmal feiner sind als Zement, erreichen sie eine größere spezifische Oberfläche, weshalb oft eine nur geringe Menge von Pigmenten aus reicht, um ansprechende farbliche Wirkung zu erzielen. Exotische Zuschläge Damit der Optik nicht genug: Weil sich zum Schleifen Beton selbst mit so exotischen Bestandteilen wie Glasseherben, Muscheln. Plastik- oder Metallteilen eignet, lassen sich sehr unterschiedliche Oberflächenmuster erzeugen. Hinzu kommt die Möglichkeit variierender Gestaltungen von Teilflächen, wodurch sich weitere außergewöhnliche Wirkungen erzielen lassen. Für diese Feldeinteilung bieten sich zum Beispiel Alu-. Messing- oder Plastikschienen an. Zu den ästhetischen Vorteilen kommen vor allem handfeste wirtschaftliche Aspekte, die diese Technik für den Transportbetonhersteller außerordentlich interessant machen: Das Schleifen von Beton braucht keine großen Vorkenntnisse, die erforderlichen Maschinen amortisieren sich sehr schnell, die Kosten für Arbeitszeit und Verbrauchsmaterialien sind überschaubar und unterm Strich ist polierter Beton günstiger als viele Bodenbeläge.

Fazit: Bis der ersehnte Aufschwung für die Transportbetonindustrie kommen wird, sind Lösungen gesucht, wie sich mit vorhandenen Strukturen zusätzliche Absatzmärkte für den Baustoff Beton erschließen lassen. Das Schleifen von Beton für großflächige Böden, vor allem in industriellen Einsatz bietet dazu vielversprechende Möglichkeiten, weil es zum einen attraktive individuelle Gestaltungen erlaubt, zum anderen kostengünstig genug ist, um Alternativprodukte (Bodenbeläge) im Wettbewerb auszustechen.

Thomas Welt, Gechäftsführer der Seelbach international GmbH Rennerod.

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